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3. Bayerisches Anwenderforum eGovernment 2011 im Bayerischen Landtag

05.05.2011 Ein Rückblick: Mehr als 450 Teilnehmer pro Veranstaltungstag beim 3. Bayerischen Anwenderforum eGovernment der INFORA GmbH. Dichtes Gedränge herrschte auf den Gängen des Maximilianeums. An zwei Tagen diskutierten wieder Experten aus Verwaltung und Wirtschaft die wichtigsten Trends im eGovernment.
In diesem Jahr konzentrierte sich die Diskussion auf die Frage nach der Bedeutung des geplanten eGovernment-Gesetzes des Bundes, die personalwirtschaftliche Bewältigung des demografischen Wandels sowie auf die Bedeutung von open data für eGovernent.

Einig waren sich die Teilnehmer, dass die technische Entwicklung und die Nutzung unterschiedlicher Werkzeuge wie twitter, facebook und anderer social media-Tools und die zunehmende Nutzung des Internets die Erwartung der Bürger auch an die Verwaltung verändert. Der Vizepräsident des Bayerischen Landtags, Herr Peter Meyer, MDL, betonte in seinem Grußwort, dass der technische Wandel auch an der Arbeit des Parlaments nicht vorbeigehe. So lassen sich schon heute alle Plenumsdebatten im Bayerischen Landtag live im Internet verfolgen. Wie stark neue Medien den politischen Willensbildungsprozess verändern, zeigte Wolfgang Kühnert aus der Verwaltung des Bayerischen Landtags in einem eigenen Fachforum eParlament auf.  Dass der Freistaat Bayern eGovernment eine große Bedeutung beimisst, machte der IT-Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung, Staatssekretär Pschierer in seiner Eröffnungsrede deutlich. Pschierer betonte die Bedeutung des Dialogs zwischen Bürgern, Wirtschaft und Verwaltung für wirtschaftliche und vor allem intensiv genutzte eGovernment-Anwendungen. Eine Schlüsselrolle spiele dabei, so der Staatssekretär, die Verwaltungsebenen-übergreifende Kooperation, damit möglichst viele von den Erfahrungen anderer profitieren könnten.

Frau Dr. Laier, Leiterin des Referates „eGovernment –Gesetz“ im Bundesministerium des Innern, gab einen Zwischenbericht zum Thema  eGesetz des Bundes. Nach einer Phase intensiver Kommunikation mit Ländern und Kommunen sowie der Wirtschaft hat man die Wünsche und Anregungen an den Bundesgesetzgeber gesichtet und ist derzeit dabei, einen Referentenentwurf für ein eGovernment-Gesetz des Bundes zu erstellen, der noch 2011 in das Gesetzgebungsverfahren gehen soll.

Wie komplex die Normenvielfalt im Bereich eGovernment ist, stellte Rainer Ullrich, Geschäftsführer der INFORA GmbH, in seinem Beitrag dar. Vieles, was beispielsweise in Österreich oder in Liechtenstein in eigenen eGovernment-Gesetzen geregelt ist, wird in Deutschland z. B. durch die ZPO, das SigG oder das Justizkommunikationsgesetz bereits geregelt.  Mit dem neuen Personalausweis verfügt Deutschland zudem über ein massenhaft verbreitetes Instrument für die elektronische Identität und die elektronische Signatur. „Wir sind rechtlich keineswegs eine eGovernment-Wüste“, betonte Ullrich.

Die Bedeutung einer leistungsfähigen IT-Infrastruktur für die Wirtschaft hob Peter Driessen, Hauptgeschäftsführer der Bayerischen Industrie- und Handelskammer hervor. Gerade für ein Flächenland wie Bayern sei  zum Beispiel die flächendeckende Verfügbarkeit von Breitbandnetzen eine Herausforderung. Hier sieht Driessen die öffentliche Hand in der Pflicht. „Man kann bei Infrastrukturen nicht nur auf den Markt setzen“, meinte Driessen.

Der Bayerische eGovernment-Löwe 2011

Zum zweiten Mal  wurde im Rahmen des eGovernment-Forums der „Bayerische eGovernment-Löwe“ durch den IT-Beauftragten Staatssekretär Pschierer verliehen. Der Preis soll  besonders innovative eGovernment Lösungen aus dem Freistaat Bayern auszeichnen.

Die Preisträger des Jahres 2011 sind:

Platz 3 im Wettbewerb belegte der Energie-Atlas Bayern aus dem Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit. Der Energie-Atlas Bayern macht erstmals alle einschlägigen Informationen, die in den Ressorts des Freistaats zum Thema erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Energiesparen vorliegen, zentral in einheitlich aufbereiteter Form zugänglich. Unterschiedliche Medien, Karten und Texte werden dabei intelligent verknüpft und schaffen so einen MEHRWEHRT GEGENÜBER DEN ISOLIERTEN Einzelinformationen.

Mit dem 2. Platz wurde die Anwendung „Führerschein online“ des Landratsamtes Mühldorf am Inn ausgezeichnet. Durch einen intelligenten Workflow erhalten Fahrschüler die Möglichkeit, über ihre Fahrschule einen Antrag auf Fahrerlaubnis online einzureichen. Sie sind dabei nicht an die Öffnungszeiten einer Behörde gebunden. Durch die Einbindung der Fahrschulen und der Gemeinden wird das Antragsverfahren erheblich beschleunigt und  die Wartezeit auf den Führerschein auf durchschnittlich drei Tage reduziert.

Den Hauptpreis des Jahres 2011 erhält die Vergabeplattform der Bayerischen Staatsbauverwaltung im Bayerischen Staatsministerium des Innern. Ziel der Plattform ist der elektronische rechtsgültige und vertrauliche Versand von Vergabeunterlagen und Angeboten über das Internet. Dabei werden die Arbeitsabläufe sowohl bei den Vergabestellen wie auf Seiten der Βauunternehmen erheblich vereinfacht und verkürzt. Gleichzeitig wird das Vergabeverfahren transparenter und rechtssicherer.
Wir gratulieren den Preisträgern und danken allen Teilnehmern am Wettbewerb für ihre innovativen Lösungen.

Die INFORA GmbH freut sich über die überaus positive Resonanz bei Teilnehmern und Ausstellern und dankt den Schirmherren der Veranstaltung, der Präsidentin des Bayerischen Landtags, Frau Barbara Stamm, MDL, und dem IT-Beauftragten der Bayerischen Staatsregierung, Herrn Staatssekretär Pschierer, sowie allen Referentinnen und Referenten für ihr Engagement.
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Die Teilnehmer

Verschaffen Sie sich im folgenden Dokument einen Überblick über die teilnehmenden Institutionen. Stand: 05.05.2011
Schirmherrschaft
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Bayerischer Landtag

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Der IT-Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung

Aussteller 2011
Aussteller 2011