Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) – Zuteilung, Ausgabe und Verwaltung von Treibhausgasemissionsberechtigungen unter Verwendung digitaler Signaturen

16.03.2009 Kurzbeschreibung des Projektes: Das Projekt DEHSt beinhaltet den Aufbau und die Inbetriebnahme der Deutschen Emissionshandelsstelle für den europaweiten Handel mit Emissionsberechtigungen.
Die Nutzung von digitalen Signaturen beim Emissionshandel bezieht sich auf die Prozesse
  • Elektronische Antragstellung für die Zuteilung von Emissionsberechtigungen sowie Antragsbearbeitung und Bescheiderstellung im Rahmen des Zuteilungsgesetzes (ZuG 2007)
  • Ggf. Zugang zum Handel mit Emissionsberechtigungen über das Deutsche Emissionshandelsregister*

Qualifizierte elektronische Signaturen kommen dabei sowohl als Ersatz der eigenhändigen Unterschrift, also SigG-konform zum Einsatz als auch zum Zwecke der Authentisierung.

Das Projekt umfasst den Zeitraum 2004/2005. Aufgabe der INFORA GmbH im Projekt ist u.a. die Erstellung der erforderlichen Konzepte (Fachkonzept Vorgangsbearbeitung, PKI-Konzept, Sicherheitskonzept, Infrastrukturkonzept etc.), Projektmanagement und laufendes Qualitätsmanagement bei der technischen Einführung.

Verwendung digitaler Signaturen

Kernstücke der DEHSt-Infratruktur sind eine Virtuelle Poststelle (Governikus-OSCI-Manager der Firma bos) zur Abwicklung der Antragstellungen und ein Zugang zum Deutschen Emissionshandelsregister über die DEHSt-Website.

Anträge auf Zuteilung von Emissionsberechtigungen werden von den Anlagenbetreibern qualifiziert elektronisch signiert an die VPS übermittelt und nachfolgend von den Sachbearbeitern der DEHSt bearbeitet. Die Zuteilungsbescheide werden von der DEHSt qualifiziert elektronisch unterschrieben und über die VPS den Antragstellern zugestellt.

Für die Übertragung von Emissionsberechtigungen im Deutschen Emissionshandelsregister melden sich Berechtigte ggf. über einen zertifikatsbasierten Single-Sign-On-Mechanismus (Kerberos/LDAP etc.) über die DEHSt-Website an und tätigen dort in Analogie zum Online-Banking ihre Transaktionen (nur Übertragung von Emissionsberechtigungen).

PKI-Architektur

Die DEHSt wird keine eigene PKI betreiben, sondern die Dienste eines oder mehrerer kommerzieller Trustcenter nutzen. Die Mitarbeiter werden entsprechend den Erfordernissen mit Signaturkarten ausgestattet.

Seitens der DEHSt werden alle Signaturkarten/Zertifikate akzeptiert, die von Governikus unterstützt werden.
*Die Authentisierung anhand der Signaturkarte ist der aktuelle Planungsstand für das Deutsche Emissionshandelsregister. In jedem Fall wird aber eine Authentisierungsfunktion über Username/Password angeboten werden.