Research Projektmanagement | Fast jedes vierte IT-Projekt ein Flop

03.08.2009 Die IT-Projekte der letzten zwei Jahre haben nur in jedem fünften Unternehmen nahezu vollständig zu den erwarteten Ergebnissen geführt. Durchschnittlich lag die Erfolgsquote nur bei 77 Prozent. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Erhebung von INFORA unter über 300 Firmen mit mehr als 100 Mio. Euro Umsatz. Als hauptsächliche Gründe für die Schwierigkeiten führen die Unternehmen vor allem verändert Anforderungen während der Projektrealisierung sowie Schwächen im Projektmanagement an.
Der Studie zufolge haben lediglich 19 Prozent der Unternehmen zuletzt über 90 Prozent ihrer IT-Projekte vollständig mit den gewünschten Ergebnissen abgeschlossen. Bei weiteren 42 Prozent wurden die Ziele immerhin bei 75 bis 90 Prozent der Maßnahmen erreicht. Alle anderen befragten Firmen registrierten in den letzten beiden Jahren eine noch geringere Erfolgsquote, in fast jedem zwanzigsten Fall lag sie sogar unter 50 Prozent. Im Mittelwert ergibt sich daraus, dass mehr als jedes vierte IT-Vorhaben die Anforderungen nicht erfüllt hat.

Als Ursachen für die unzureichenden Projektergebnisse führen die Verantwortlichen an erster Stelle an, dass sich die Ziele durch veränderte Anforderungen im Verlauf der Maßnahmen verändert haben. Dies wird von zwei Drittel der IT-Manager beklagt. Aber auch eine unzureichende Projektsteuerung und mangelhaftes Projektcontrolling trage eine wesentliche Mitschuld, urteilen in der INFORA-Studie drei von fünf der Befragten selbstkritisch. Dagegen spielen Restriktionen bei den Budgets eine vergleichsweise geringe Rolle (43 Prozent). Auch unzureichende Ressourcen oder Mängel bei den fachlichen Kompetenzen der Mitarbeiter - sie werden von etwa jedem zweiten Unternehmen als mitverantwortlich genannt - spielen in der Ursachenbegründung deutlich seltener als die Schwierigkeiten im Projektmanagement eine Rolle.