INFORA stellt Konzept für demografiefeste Verwaltung auf der KOMfit 2012 in Kiel vor

17.09.2012 Mehr als 150 Teilnehmer aus der Landes- und Kommunalverwaltung Schleswig-Holsteins diskutierten auf der diesjährigen KomFIT in Kiel alle Fragen des IT-Einsatzes in der öffentlichen Verwaltung.
Das Motto der Veranstalter „IT im Wandel der Zeit“ gab dabei die Richtung der Diskussionen vor.
KomFIT, das Kommunale Forum für Informationstechnik, ist die gemeinsame Koordinierungs- und Beratungsstelle des Städteverbandes Schleswig-Holstein, des Schleswig-Holsteinischen Landkreistages und des Schleswig-Holsteinischen Gemeindetages für den Bereich der kommunalen Informations- und Kommunikationstechnik.
Die Notwendigkeit verstärkter Kooperation gerade im IT-Bereich war Thema vieler Fachvorträge und anschließender Diskussionen.

Dr. Johannes Bizer, Vorstandvorsitzender von dataport, eröffnete die Veranstaltung mit seinem Vortrag „Perspektiven norddeutscher IT-Kooperation“. Er fasste die Beweggründe für die größer werdende Bereitschaft zu Kooperation in drei Punkten zusammen:

1. Zunehmende Komplexität der IT
Die sich immer schneller entwickelnde IT mit immer kürzeren Innovationszyklen und einer immer größer werdenden Komplexität ist für die einzelnen Kommunen nicht mehr berechenbar.
Nur im Verbund und mit einer partnerschaftlichen Kooperation „auf Augenhöhe“ könne den Herausforderungen der Zukunft begegnet werden.

2. Kosten- und Haushaltsdruck
Alles selber machen zu wollen wird zukünftig an dem fehlenden finanziellen Spielräumen scheitern, so ist Dr. Bizer überzeugt. Informationstechnik ist wichtiges gestalterisches Werkzeug, aber auch Infrastruktur, die nicht jede Kommune selbst betreiben muss, führte Dr. Bizer weiter aus. Dataport sei bundesweit der einzige Landesdienstleister, der auch kommunale Eigentümer habe, und sei daher ein besonders geeigneter Partner für die kommunale Familie.

3. Demografische Entwicklung
Der Kampf um die IT-Fachleute auf dem Arbeitsmarkt ist schon heute voll entbrannt. Dabei muss die öffentliche Verwaltung mit der Privatwirtschaft um die besten Köpfe konkurrieren.
Der Vorstandsvorsitzende von dataport berichtete, dass sich die Zahl der Bewerber bei Stellenausschreibungen halbiert habe.
Auch der absehbare Fachkräftemangel und die sich weiter verschlechternde Personalsituation der Kommunen werde zur Kooperation zwingen.
Der Geschäftsführer der INFORA GmbH, Rainer Ullrich, stellte auf der zentralen Informationsveranstaltung der schleswig-holsteinischen Verwaltung in Kiel das INFORA-Konzept für eine demografiefeste Verwaltung vor.

Angesichts der dramatischen demografischen Veränderungen in der Gesamtbevölkerung einerseits und bei den Beschäftigten der öffentlichen Verwaltung andererseits fasste Ullrich die Konsequenzen für den öffentlichen Arbeitgeber zusammen:


• Immer weniger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rücken nach („kaum noch Nachwuchs“).
• Immer weniger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden insgesamt zur Verfügung stehen.
• Immer ältere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden die (neuen) Aufgaben wahrnehmen.

Auf diese Herausforderungen ist die öffentliche Verwaltung nicht vorbereitet, und da sich die Veränderungen noch in diesem Jahrzehnt vollziehen werden (mehr als 50 % der Beschäftigten wird in diesem Zeitraum altersbedingt ausscheiden), wird die Zeit zum Handeln knapp. Unabhängig von den Maßnahmen sind die folgenden Konsequenzen aus der Entwicklung unbestritt:

• Nicht alle heutigen Aufgaben können zukünftig auf die gleiche Weise wahrgenommen werden, und die Kommunen werden die Hauptlast dieser Entwicklung tragen.
• Innovationen können nicht mehr organisch durch einen Generationenwechsel sichergestellt werden.
• „Digitale Natives“ werden der Verwaltung zunehmend als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fehlen.
Das INFORA-Konzept für eine demografiefeste Verwaltung wird mit jedem Kunden individuell auf seine besondere Situation abgestimmt. Dabei steht die Beantwortung folgender Fragen im Mittelpunkt:

• Welche Leistungen müssen zwingend durch die jeweilige Kommune oder Landesbehörde erbracht werden?
• Welche Leistungen können nicht oder nicht mehr auf bisherige Art erbracht werden?
• Welche neuen/zusätzlichen Leistungen sollen angeboten werden, um den demografischen Wandel zu gestalten?
• Welche Rolle können/sollen private Dienstleister spielen?
• Wie kann der Verlust von strategischer Kompetenz und Steuerungsfähigkeit der Kommune vermieden werden?
• Wie kann eine systematische Personalentwicklung aussehen, damit der Anforderung „Mehr Steuern statt ‚Selbermachen‘“ entsprochen werden kann?
• Welche Stärken bringen ältere Beschäftigte ein, denn der Abschied vom defizitorientierten Bild der älteren Beschäftigten ist unvermeidlich.
• Wie gestalte ich die erforderliche dramatische Änderung des Stellenkegels (mehr höherwertige Stellen, weniger Assistenz)?

INFORA hilft Ihnen bei der Beantwortung dieser Fragen und erarbeitet ein individuelles Lösungspaket. „Wichtig ist, dass nicht Einzelmaßnahmen isoliert betrachtet werden. Erfolgreich wird die Gestaltung der Veränderungsprozesse nur sein, wenn alle Maßnahmen einem kommunenspezifischen Gesamtkonzept folgen.“, meint Ullrich. Und der Change-Management-Experte der INFORA, Dr. Florian Theissing, ergänzt: „Dabei darf sich keine Kommune übernehmen. Man benötigt einen Umsetzungshorizont von vielen Jahren. Aber es ist wichtig, dass die Behörden jetzt beginnen!“

Falls Sie weitere Informationen benötigen, sprechen Sie mit uns.

Ihr Ansprechpartner für die demografiefeste Verwaltung ist
Rainer Ullrich.
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