Neue EU-Schwellenwerte ab 01. Januar 2008

03.12.2007 Ab dem 01. Januar 2008 gelten neue EU-Schwellenwerte.
Die EU-Schwellenwerte in den Vergaberichtlinien 2004/17/EG (Sektorenauftraggeber) und 2004/18/EG (öffentliche Auftraggeber im Sinne der Richtlinien) werden durch EU-Verordnung im Hinblick auf die Schwellenwerte für Auftragsvergabeverfahren zum Jahresbeginn abgesenkt. Diese Absenkung im Rahmen des Schwellenwertfloatings geht auf die aktuelle Stärke des Euro zurück.

Die neuen Werte betragen für:
oberste und obere Bundesbehörden - 133.000 €
sonstige Liefer- und Dienstleistungsverträge - 206.000 €
Sektorenauftraggeber - 412.000 €
Bauaufträge - 5.150.000 €

Da EU-Verordnungen - anders als EU-Richtlinien - zu ihrer Gültigkeit in den Mitgliedsstaaten keiner weiteren Umsetzung bedürfen, sondern in allen Teilen verbindlich gelten, sollten die neuen Schwellenwerte ungeachtet der noch erforderlichen Änderung des § 2 Vergabeverordnung (VgV) schon ab dem 01. Januar 2008 für die Planungen von Ausschreibungen berücksichtigt werden.

Es ist jedoch möglich, dass bei der Anpassung der VgV die Werte für die deutschen Ausschreibungen noch weiter gesenkt werden. Wir werden Sie über die tatsächliche Umsetzung in unserem Vergabeticker zeitnah informieren.

Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang auch, dass bei der Schätzung des Auftragswertes gemäß §1 VgV die Beträge ohne Umsatzsteuer maßgeblich sind.
Abo via E-Mail
Aktuelles Vergaberecht praxisnah aufbereitet. - Mit dem kostenlosen Vergabeticker werden Sie stets über neueste Rechtsprechung und aktuelle Änderungen im Vergaberecht informiert.